Quellen
Jede Aussage auf den Motiven lässt sich nachprüfen. Hier stehen die Belege — vollständig, mit Datum, ohne Zwischenschritt.
Gesundheit & Pflege
Damit der Notarzt weiter kommt.
2.035 Ärztinnen und Ärzte in Sachsen-Anhalt haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, fast 15 Prozent aller bei der Ärztekammer registrierten Mediziner. Fällt dieser Teil der Versorgung weg, fehlt er zuerst dort, wo sie ohnehin dünn ist: auf dem Land.
- Ärztekammer Sachsen-Anhalt, Ärztestatistik
- Stand: 2026
Damit Oma weiter gepflegt wird.
2025 arbeiteten 6.383 Menschen ohne deutschen Pass im Gesundheitsbereich Sachsen-Anhalts, davon mehr als 5.200 aus Staaten außerhalb der EU. Pflegeheime schließen Stationen nicht wegen fehlender Betten, sondern wegen fehlender Hände.
Ausländer raus? 2.000 Ärzte weg.
In Sachsen-Anhalt haben 2.035 Ärztinnen und Ärzte eine ausländische Staatsangehörigkeit, das sind fast 15 Prozent der bei der Ärztekammer registrierten Mediziner. Ohne diese Fachkräfte leidet die medizinische Versorgung im Land deutlich, Praxen und Kliniken müssten schließen.
- Ärztekammer Sachsen-Anhalt, Ärztestatistik
- Stand: 2026
Wirtschaft & Standort
„Die AfD ist ein echtes Standortrisiko.“
92 Prozent der börsennotierten Unternehmen sehen Populismus als klaren Nachteil für den Wirtschaftsstandort Deutschland, 76 Prozent halten die wachsende Popularität der AfD für eine Bedrohung der Wettbewerbsfähigkeit als Exportnation. Rund 500 Unternehmen und Verbände erklärten gemeinsam, dass demokratiefeindliche und rassistische Debatten dem Standort schaden.
„Das Wahlprogramm der AfD ist nicht finanzierbar.“
Für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026 hat das IWH Halle errechnet, dass im Landeshaushalt mindestens 2,2 Milliarden Euro pro Jahr fehlen, um die bezifferbaren Vorhaben der AfD zu finanzieren. Die Rechnung zahlen Beschäftigte, Familien und Kommunen — besonders jene Menschen, die heute anteilig am häufigsten AfD wählen.
Null Fachkräfte. Null Wachstum.
Fremdenfeindliche Einstellungen in einer Region bremsen nachweislich die Zuwanderung von Arbeitskräften. Besonders junge und hochqualifizierte Fachkräfte meiden Landkreise mit hohem Zuspruch zu rechtsradikalen Positionen. Das trifft Ostdeutschland am härtesten, wo 6,7 Millionen ausländische Beschäftigte bundesweit 13,2 Prozent der Bruttowertschöpfung erwirtschaften und die Beschäftigungszuwächse ohne sie gar nicht zustande gekommen wären.
Gesellschaft
Frauen am Herd. Wirtschaft am Boden.
85 Prozent der Beschäftigten in der Alten- und Gesundheitspflege in Sachsen-Anhalt sind Frauen. Wer Frauen zurück in veraltete Rollenbilder drängt, verschärft die Fachkräftelücke in einer Branche mit ohnehin großem Personalmangel — und beschleunigt die Abwanderung gut ausgebildeter junger Frauen.